Globale Beziehungskiste?

21. November 2010

Jeder treibt es mit jedem und das fängt früher an, als man denkt. Wolf Lotter schreibt das in seinem Artikel “Beziehungen für Erwachsene” in der Juli-Ausgabe 2010 des Wirtschaftsmagazins “brand eins”. Wie bitte? Juli-Ausgabe? Ja, genau. Manchmal lohnt es sich einfach auch eine Fachzeitschrift aufzubewahren, wenn man früher nicht zum Lesen kommt. Und am heutigen Sonntag hatte ich Zeit & Lust auf diese Lektüre.

Vieles zum Thema in "brand eins": Kooperation als "echte" Beziehung.

Vieles zum Thema in "brand eins": Kooperation als "echte" Beziehung.

 

Nein, es ist nichts Anrüchiges, worum es bei Wolf Lotter geht. Es sind Aussagen über soziale Netzwerke, die von ihm recht kritisch gesehen werden, doch nur im Sinne von “mangelhafter Nachhaltigkeit”: “Immerhin  haben fast 500 Millionen Menschen auf Facebook ein Formular ausgefüllt, um sich zu präsentieren. Dabei kommt heraus, was auch beim Amt herauskommt: nichts oder wenig. Statt Beziehungswirtschaft haben wir eine neue Form von Sozialbürokratie…”. Wenig Gutes lässt er an diesen neuen Monstern: “Sozialingenieure doktern an ihren Verhältnissen so lange herum, bis sie zum Totalschaden werden. Das liegt an der leicht irren Idee, man könne menschliche Beziehungen allgemein und verbindlich planen, steuern, konstruieren und nach Bedarf zusammenschrauben…”.

Ganz anders urteilt er über Kooperationen. Dort würden nämlich zwei Fragen gestellt und auch beantwortet. 1. Was könnt ihr denn anbieten? 2. Was können wir für euch tun? Und das Wort “Netzwerk” ist für ihn deshalb verbrannt und eine Phrase, weil man dort den Antworten auf obige Antworten prima ausweichen könne. Allerdings sei eine “Kooperationsromantik” laut Prof. Theresia Theurl vom Institut für Genossenschaftswesen gefährlich und vernebele die Sicht: “Man muss wissen, wie man Zuasmmenarbeit anpackt.” Kooperationswillige müssten sich auf die Kultur des anderen einlassen. Das bringe “klarere Regeln, klarere Rechte und Pflichten und Verbindlichkeit.”

Warum aber sollten Spezialisten und Experten tun, was in Kooperationen unerlässlich ist – ihr Wissen teilen? Ganz einfach: um letztlich genau dadurch dem eigenen Unternehmen zu nützen. Wolf Lotter im Klartext: “Wer zulässt, dass die Kooperationsfähigkeit im Unternehmen leidet, schadet dem Geschäft.” Wolf Lotter warnt vor “schlampigen Verhältnissen” die heute vielfach als Beziehung verkauft würden. In Sachen Beziehung würden die meisten Unternehmen noch in der Pubertät stecken. Das Einzige, das zählen würde, sei das Resultat. Sonst nichts.

Mehr zum Artikel von Wolf Lotter finden Sie auf der Website von “brand eins”. Ich wünsche Ihnen so viel Spaß bei der Lektüre wie ich ihn dabei hatte!  Hier der direkte Link:

http://www.brandeins.de/archiv/magazin/beziehungswirtschaft/artikel/beziehungen-fuer-erwachsene.html 

Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


Ruhrbarone, Deutscher Kaiser & Co.

21. Juni 2010

Das Magazin am Ende der Gutenbergalaxis, so beschreiben die Macher der “Ruhrbarone” ihre Zeitschrift selber im Editorial – und die “Gutenbergalaxis” in der Mitte bewusst mit nur einem “g” geschrieben. Gutenberg steht für Gedrucktes auf Papier und “Ruhrbarone” quasi für einen Papier gewordenen Blog, der schon Kultstatus erreicht hat: www.ruhrbarone.de.

Heute picke ich mir mal einen wunderbaren Beitrag aus dem Heft, der “irgendwie” auch mit unserem Metier zu tun hat: “Die Wandmenschen” heißt der Artikel. Der Fotograf und Künstler Ivo Mayr platzierte Menschen an Fassaden. Er möchte mit den Sehgewohnheiten der Betrachter spielen, siehe unten. Dass Maleraugen noch einmal ganz andere Dinge wahrnehmen, zeigt die uralte Putzfassade, auf der das Handwerkerauge nicht nur von der Person, sondern dazu auch von den Schriftzügen “Deutscher Kaiser” und “Königsbacher Pils” angezogen wird.

Der Papier gewordene Blog: Das Magazin "Ruhrbarone".

Der Papier gewordene Blog: Das Magazin "Ruhrbarone

Ruhrbarone, Deutscher Kaiser, Königsbacher Pils.

Ruhrbarone, Deutscher Kaiser, Königsbacher Pils.

Weitere "Wandmenschen" von Ivo Mayr.

Weitere "Wandmenschen" von Ivo Mayr.

Die Botschaft von Ivo Mayr an andere Fotografen: “Glaubt an Eure Ideen, auch wenn es schwer wird, sie umzusetzen!”

Starten Sie gut in die neue Arbeitswoche!

Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


Neues Symbol für Europa!

15. Juni 2010

Design im Regierungsauftrag. Wenig Beachtung wird dem Thema normalerweise geschenkt. Anders in der Zeitschrift “design report”: Autorin Anneke Bokern macht den Leser auf 12 spannenden Seiten schlauer.

Zwei sehr fabenfrohe Entwürfe für eine neue Flagge sehen Sie unten: Die “Barcode”-Flagge von Rem Koolhaas wie auch die Flagge von Victor Hertz beinhalten jeweils alle Flaggenfarben Europas. ( http://www.designdenhaag.eu/nl/vrolijke-vlaggen )

Das Heft ist klasse, ich kann es nur empfehlen: www.designreport.de

design report 3/10 mit Schwerpunkt Design Den Haag

design report 3/10 mit Schwerpunkt Design Den Haag

Erweiterte "Barcode"-Flagge von Rem Koolhaas.

Erweiterte "Barcode"-Flagge von Rem Koolhaas.

Flaggen-Entwurf von Victor Hertz.

Flaggen-Entwurf von Victor Hertz.

Viel Spaß mit “design report”!

Herzliche Grüße Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-blog.de www.twitter.com/malerblatt


Dieses Heft macht sexy!

17. Mai 2010

Der Sieg des Irrationalen. Das ist der Schwerpunkt der wunderbaren Mai-Ausgabe von “brand eins”. Chefredakteurin Gabriele Fischer und ihr Team brachten wieder einmal ein Meisterwerk auf den Tisch des Abonnenten und an den Kiosk.

Warten auf den Eiermann – das Irrationale wird zum Normalfall. Darum geht es in einem Artikel, in einem anderen um Irrsinn mit Methode. Und in einem dritten um “Die Aufregungsmaschine” – um Skandale, die für die Auflage von Zeitungen gut sind.

“brand eins” ist übrigens ein Wirtschaftsmagazin. Das beste, das ich kenne. Und weil ich gerne für Bücher und Zeitschriften werbe: Lesen Sie das neue Heft unbedingt. Das öffnet den Kopf.

“brand eins” macht selbstverständlich sexy. Mit dem Malerblatt sind wir noch nicht ganz soweit. Aber wir arbeiten dran…

Nicht jedes Bild braucht eine Bildunterschrift.

Nicht jedes Bild braucht eine Bildunterschrift.

Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


Oberflächen-Front

26. Februar 2010

COVISS ist das Oberflächenmagazin mit Tiefenperspektive: Gregor Eigensatz, Verleger und Chefredakteur, beschreibt seine Zeitschrift so. Die aktuelle Ausgabe 1/2010 wird dem eigenen Anspruch absolut gerecht. Etliche Leckerbissen bieten dem Leser Einblicke in die Bereiche “Architektur, Kontur und Farbe”. COVISS erscheint im schweizerischen Luzern und ist bei vielen Insidern ein Geheimtipp: www.coviss.ch, eigensatz@coviss.ch

Ulrich Schweizer, www.malerblatt.de, ulrich.schweizer@konradin.de


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